Bund und Länder

Warnstreik der Beschäftigten des Landes-labors S-H am Montag, …

Warnstreik der Beschäftigten des Landes-labors S-H am Montag, 25.02.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Bezirk Südholstein, ruft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landeslabors Schleswig-Holstein am Montag, 25. Februar 2019, ganztägig, in der Max-Eyth-Straße 5, 24537 Neumünster, zu einem Warnstreik zur Durchsetzung ihrer Tarifforderungen auf.
 
Um 08:30 versammeln sich die Streikenden des Landeslabors zusammen mit den Streikenden von der GEW und der Gewerkschaft der Polizei vor dem Haupteingang des Landeslabors in der Max-Eyth-Str. 5. Anschließend geht es zum Streikfrühstück ins ver.di-Büro am Kuhberg. Und von dort geht es dann um 10:30 Uhr weiter zur Streikkundgebung nach Kiel. Dort wird lautstark auf die Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent, mindestens 200 Euro, Anhebung der Azubivergütungen um 100 Euro und die Übernahme der Auszubildenden, bei einer Laufzeit von 12 Monaten, aufmerksam gemacht.
 
Denn auch in der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet. Nach ihrer Ansicht sind die Forderungen von ver.di unfinanzierbar. Die Arbeitgeber lehnen strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung ab und nur in den Bereichen, wo schwer Personal zu bekommen ist, sind sie bereit, etwas mehr zu bezahlen. Kostenneutral sollen Änderungen in der Entgeltordnung vorgenommen werden, was nur bedeuten kann, Gehaltserhöhungen entsprechend gering ausfallen zu lassen.
 
Dieses Verhalten ist eine einzige Provokation und Missachtung der guten Arbeit der Länder-Beschäftigten.
Aus diesem Grund ist es dringend notwendig, die vertagten Gespräche mit Aktionen zu begleiten und die Arbeitgeber zum Einlenken zu bringen. Spätestens zur 3. Verhandlungsrunde am 28. Februar und 01. März 2019 muss ein Angebot vorgelegt und verhandelt werden. Tatsache ist, dass sich die Einkommen im öffentlichen Dienst der Länder im Vergleich zum Durchschnitt anderer Branchen im letzten Jahrzehnt unterdurchschnittlich entwickelt haben. Der Nachholbedarf gegenüber der Gesamtwirtschaft beträgt momentan ca. 4 Prozentpunkte. Das muss ausgeglichen werden.
 
„Deshalb müssen sich die Beschäftigten aktiv an den Aufrufen von ver.di zu Warnstreikaktionen beteiligen, damit mehr Druck auf die nächste Verhandlungsrunde ausgeübt wird“, so Annette Falkenberg, Gewerkschaftssekretärin des ver.di-Bezirkes Südholstein.
 
Fragen beantwortet:
Annette Falkenberg, ver.di-Fachbereichssekretärin
Handy-Nummer: 0172-9162895