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Kein Verkauf der SWN-Wärmesparte!

Kein Verkauf der SWN-Wärmesparte!

Infostand von ver.di am Mittwoch, 23.06.2021, von
16:00 Uhr bis 18:00 Uhr, vor der Lütjenstraße.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Bezirk Südholstein, fordert im Rahmen des Internationalen Tages der öffentlichen Daseinsvorsorge den Erhalt der Wärmesparte bei den Stadtwerken Neumünster (SWN).

ver.di sieht es als kontraproduktiv an, einen Teil des Tafelsilbers an die Firma Remondis zu veräußern, die mit dem Kauf eine hohe Gewinnaussicht verbindet. Teuer wird es für die Stadt Neumünster, wenn es auf Grund einer falschen Entscheidung in ein paar Jahren zu einer Rekommunalisierung, also zu einem Rückkauf der veräußerten Anteile, kommen sollte.

Die Gewerkschaft ver.di ist grundsätzlich gegen Privatisierungen im Bereich der Daseinsvorsorge und lehnt sie auch bei diesem Vorhaben ab.

Unsere Ratsversammlung wäre gut beraten, Abstand von einer etwaigen Beschlussfassung über einen Verkauf zu nehmen. Die Stadtwerke sollten zu 100 Prozent in den Händen der Stadt gehalten werden. Im Übrigen geht es hier auch um die Rechte der Beschäftigten. Für die jetzigen und zukünftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen die guten Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Einkommen Fortbestand haben.

Das Beispiel der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA), an der Remondis bereits beteiligt ist, zeigt, dass zwar in Anlehnung an den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TVöD) bezahlt wird, es aber keine Steigerung gibt, da dieneuen Tarifergebnisse nicht übernommen werden.

„Einen ähnlichen Einschnitt befürchten wir auch bei einem Verkauf der Wärmesparte, weil der Käufer erfahrungsgemäß eine hohe Renditeerwartung hat, und über die Einsparung bei den Personalkosten höhere Gewinne zu erwirtschaften sind“, so die ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Südholstein, Almut Auerbach.

Deshalb beteiligt sich ver.di an dem Bündnis: „Unsere SWN, unsere Wärme“, mit einer Unterschriftensammlung für ein Bürger*innenbegehren, das zu einem Bürger*innenentscheid führen soll, um den Verkauf der SWN-Wärmesparte zu verhindern.