Ver- und Entsorgung

Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit beim Wege- Zweckverband Bad …

Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit beim Wege- Zweckverband Bad Segeberg

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Bezirk Südholstein fordert, beim Wegezweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg in Bad Segeberg (WZV) endlich Lohngerechtigkeit herzustellen und den Beschäftigten den gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu zahlen.

„Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Ungleichbehandlung beim Wege-Zweckverband nicht akzeptabel ist und unverzüglich beendet werden muss“, teilt der zuständige Gewerkschaftssekretär Andreas Wübben dazu mit. Während der Wegezweckverband als Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband tarifgebunden ist und die Tarifverträge des Öffentlichen Dienstes TvöD anwendet, ist die Tochtergesellschaft WZV Entsorgung GmbH & Co. KG nicht tarifgebunden.
„Der Unterschied kann monatlich bis zu € 400 Euro betragen“, so Wübben weiter. „Außerdem gibt es große Unterschiede bei der Anzahl der Urlaubstage, bei Zuschlägen, der Jahressonderzahlung und bei der betrieblichen Altersvorsorge“, ergänzt der ver.di-Sekretär. Der Gewerkschaftsvertreter berichtet weiter, dass der Unmut der fast 200 Beschäftigten immer größer werde und auch bereits in der Betriebsversammlung thematisiert wurde.

Einerseits werde die Arbeit der GmbH-Mitarbeiter gelobt, andererseits verwehre man ihnen den Tarifvertrag der Kollegen beim WZV: „Die Beschäftigten fordern guten Lohn für die gute Arbeit, die sie tagtäglich verrichten“. „Mit Appellen an den Arbeitgeber und Rufen nach Gerechtigkeit haben wir in der Vergangenheit wenig erreichen können. Unser nächstes Ziel ist nun, durch Tarifverhandlungen für die Beschäftigten erhebliche Verbesserungen zu erreichen“. Falls erforderlich, könnten diese Verhandlungen auch durch weitere Aktionen begleitet werden.

Die Bereitschaft der Arbeitnehmer, Verbesserungen erreichen zu wollen, sei offensichtlich. Die Argumente, mit denen seinerzeit die Ausgründung der tariflosen Tochtergesellschaft gerechtfertigt wurden, sind nach Ansicht des Gewerkschaftssekretärs mittlerweile überholt: „Mit der Vergabe der Abfallentsorgung im Kreis Segeberg bis 2050 an den Wege- Zweckverband können wir nicht mehr von Wettbewerb sprechen!“ Vielmehr handle es sich um gesicherte Arbeitsplätze in einem wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb.