Ver- und Entsorgung

ver.di fordert 6 Prozent mehr Entgelt für WZV-Beschäftigte

ver.di fordert 6 Prozent mehr Entgelt für WZV-Beschäftigte

Nach Ablehnung der Verhandlungen nun Arbeitskampfmaßnahmen eingeleitet

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Bezirk Südholstein wird nach der Ablehnung von Verhandlungen über eine Entgelterhöhung für die GmbH-Beschäftigten beim Wege- Zweckverband nun mit der Vorbereitung von Arbeitskampfmaßnahmen beginnen.
Dies teilt der zuständige Gewerkschaftssekretär Andreas Wübben mit. „Beim ver.di-Bundesvorstand haben wir nach dem eindeutigen Votum unserer Mitglieder nun die entsprechenden Maßnahmen beantragt“. Über die Verweigerungshaltung der Geschäftsführung seien die Gewerkschaftsmitglieder sehr verärgert. Obwohl die Geschäftsführung mit einer Steigerung der Personalkosten für 2017 geplant habe, sei man jetzt nicht einmal bereit, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, um über die notwendige Entgelterhöhung für die Beschäftigten zu verhandeln.

„Vor dem Hintergrund der im Frühjahr gescheiterten Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband BdE haben uns die Mitglieder beauftragt, ihren Arbeitgeber zu Verhandlungen über eine Entgelterhöhung aufzufordern.“, erklärt die Gewerkschaft ver.di dazu. Die Forderung von 6 Prozent sowie 100 Euro mehr für Auszubildende sei realistisch und notwendig:
„Die GmbH-Beschäftigten haben faktisch seit mehreren Jahren keine Einkommensverbesserung erreicht und verharren seit 2013 nahezu auf dem gleichen Niveau“, informiert ver.di. „Damit muss nun Schluss sein!“
Auch die GmbH-Beschäftigten brauchen nun ein deutliches Plus im Portemonnaie“, so ver.di weiter.
Während im Frühjahr in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes wieder für die übrigen Beschäftigten des Wege-Zweckverbands ein vermutliches ordentliches Ergebnis erreicht werden könne, drohten die GmbH-Beschäftigten nun wiederum leer auszugehen.
„Schon die Anwendung von unterschiedlichen Tarifverträgen in einem kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieb stinkt zum Himmel“, so die Meinung von ver.di. Deshalb müsse man wenigstens beim Entgelt etwas für die GmbH-Beschäftigten tun.